Starte mit weichen Markern wie Teppichen, Lichtkegeln oder mobilen Regalen, um Funktionsinseln anzudeuten, bevor du sie mit beweglichen Wänden präziser fasst. So testest du Akustik, Bewegungsfluss und Blickbeziehungen risikolos. Beobachte, wann Teammitglieder intuitiv Bereiche wechseln, wo Staus entstehen und welche Stellen besondere Ruhe brauchen. Diese Beobachtungen übersetzt du später in klare, aber reversible Trennungen.
Richte Hauptwege so aus, dass sie nicht quer durch fokussierte Bereiche führen. Nutze transparente oder transluzente Paneele, um Blicktiefe zu bewahren, während Geräusche dennoch gebremst werden. Plane Knotenpunkte, an denen Wände in Parkposition stehen, ohne Tageslicht zu blockieren. Teste verschiedene Positionen mit Kreppband am Boden, um Breiten, Drehwinkel und Griffhöhen realistisch zu erleben, bevor Technik festgelegt wird.
Lege ein Modulmaß fest, das zu deinen Möbeln, Türbreiten und Equipmentcases passt. Denke in 60er- oder 90er-Rastern, damit Paneele, Türen und Steckdosen kompatibel bleiben. Versteckte Magnetschnittstellen erleichtern spätere Ergänzungen, ohne neue Bohrungen. Reserviere neutrale Zonen für Schalter, Sensoren und Halterungen, damit du Wände versetzen kannst, ohne die Technik jedes Mal umzubauen oder Kabelwege zu gefährden.
Akustische Leistung scheitert häufig an kleinen Leckagen. Nutze mehrstufige Dichtprofile, die beim Schließen sanft anliegen und sich nicht verhaken. Prüfe Unterkanten mit absenkbaren Bürsten, damit Kabeldurchführungen trotzdem möglich bleiben. Simuliere typische Geräuschquellen – Tastaturen, Stimmen, Bassdrum – und miss im Nebenbereich, statt nur Laborwerte zu zitieren. So stellst du sicher, dass die spürbare Ruhe wirklich bei den Menschen ankommt.
Kombiniere Absorberflächen aus Filz oder Mineralwolle mit harten Reflektoren aus Holz, um Stimmen präsent zu halten. Mattes Glas oder Polycarbonat bringt Tageslicht, während Mikroperforationen diskret dämpfen. Achte auf Reinigbarkeit bei viel Publikumsverkehr und wähle Oberflächen, die Fingerabdrücke verzeihen. Modulare Einsätze erlauben saisonale Anpassungen, wenn Produktionen andere Klangcharakteristiken verlangen oder neue Geräte den Raum verändern.